Somalia: Oppositionsführer plant offenbahr Rückkehr

SomaliaDer somalische islamistische Oppositionsführer Scheich Hassan Dahir Aweys hat sein selbstgewähltes Exil in Eritrea verlassen. Er befindet sich derzeit im Sudan und will offenbar nach Somalia zurückkehren. Dies berichtet die somalische Zeitung „Puntland Post“ aus Mogadischu.

Der 62jährige steht laut dem Blatt auf einer Liste von Terrorismusverdächtigen. Er ist der ehemalige Chef der Islamic Court Union, die bis 2006 Mogadischu beherrschten, bis äthiopische Truppen einmarschierten. Später wurde er Mitbegründer der „Wiederbefreiungsallianz Somalias“.

Sudanesische Offizielle hatten bekanntgegeben, Aweys wolle in die somalische Hauptstadt fliegen, um seine Unterstützung für die neue Regierung von Präsident Scheich Scharif Ahmed anzubieten, mit dem er bereits in der Vergangenheit politisch zusammenarbeitete. Für den Präsident, der als gemäßigter Islamist gilt, könnte dies Aweys Unterstützung hilfreich sein, islamistische Guerillas auf die Seite der Regierung zu bringen und so gewalttätige Konflikte zu vermeiden. Allerdings könne die Integration Aweys zu Problemen mit dem Westen führen, so das Blatt.

Zuletzt deutete allerdings wenige auf eine neuerliche Zusammenarbeitet zwischen Aweys und Ahmed hin. Ersterer hatte den Präsidenten in einem Interview als „Verräter des Islams“ beleidigt, Ahmed hatte versucht, Aweys´ politischen Einfluss im Süden des Landes zu schmälern.



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