Sudan: Wähler im Grenzgebiet getötet

nahost-header-kleinMindestens 11 Menschen sollen im Sudan im Zusammenhang mit der Abstimmung über die Unabhängigkeit des Landesteils getötet worden sein. 10 Menschen sollen am dritten Abstimmungstag auf dem Weg zu den Wahlurnen einem Hinterhalt zum Opfer gefallen sein. Das berichtet Al Dschasirah.

Der Vorfall ereignetet sich in Kurdufan im umstrittenen Gebiet zwischen Norden und Süden des Landes. Laut einem Minister des Südsudans sollen Kämpfer des arabischen Misseriya-Stammes den Anschlag verübt haben. Ein Stammesvertreter bestritt dies. Vier Tage zuvor war es in der Grenzregion nahe Abyei zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Stammeskämpfern der Misseriyas und der südsudanesischen Polizei gekommen.

Abyei gilt als Streitpunkt des Referendums. Es ist noch unklar, ob die ölreiche Gegend nach der Abstimmung zum Norden oder dem Süden gehören wird, die Bewohnern sollten selbst über den Verbleib Abyeis entscheiden.

Am 7 Februar sollen erste Ergebnisse bekanntgegeben werden. Für die Lösung des ölreichen Südens vom arabisch-muslimischen Norden sind 60 Prozent der Wählerstimmen im Süden notwendig.



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