Saudi-Arabien: Geistliche verurteilen Gebete gegen Nichtmuslime

KoranIn Saudi-Arabien und Ägypten rufen führende Geistliche ihre Kollegen auf, auf Bittgebete, die sich gegen Nichtmuslime richten zu verzichten. Das bekannteste Gesicht des Aufrufs ist Scheich Abdul Aziz bin Fouzan Al Fouzan, der auch in der saudischen Menschenrechtskommission sitzt. Das berichtet Arab News.

„Solche Bittgebete widersprechen dem Islam“ wird Al Fouzan zitiert. Stattdessen sollten Imame, die solche Gebete sprächen, zu Gott beten, sie auf den Pfad der Rechtschaffenheit zu führen. Bittgebete dieser Art würden häufig nach der Freitagspredigt gesprochen, vor allem dort, wo die Stimmung angespannt ist – obwohl diese Praxis schon von unterschiedlichen Rechtsgelehrten als falsch bezeichnet wurde.

Auch andere saudische Religionsgelehrte haben Fatwas (Rechtsgutachten) herausgegeben, die solche negativen Bittgebete gegen Nichtmuslime untersagen. Auch Saad Al Din Hilali Professor für Islamische Rechtslehre an der Al Azhar Universität in Kairo hat diese Gebet als „haram“ (religiös verboten) „Wir sollten zu Gott beten, die Nichtgläubigen zum Islam zu führen. Den Wunsch nach deren Schädigung solle man nur aussprechen, wenn man angegriffen werde“, wird der hohe Geistliche zitiert.



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