Ägypten: Tötungsvorwürfe gegen Polizisten

Ägypten In Ägypten erhebt zwei Wochen vor der Parlamentswahl erneut ein Ägypter schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Nachdem in der vergangenen Woche die Leiche eines 19Jährigen in einem Kanal in Alexandria gefunden worden war, wirft die Familie des Getöteten der Polizei vor, ihren Verwandten misshandelt und ums Leben gebracht zu haben. Das berichtet Al Dschasira.

Zudem soll die Polizei versucht haben, die Familie unter Druck zu setzen und von einer Anzeige abzubringen. Der junge Mann war seit dem 6. November vermisst, so die Anwältin der Familie. Er soll gemeinsam mit einem Freund auf dem Weg zu einer Hochzeit aus unbekanntem Grund verhaftet worden sein. Drei Tage später habe die Familie einen Anruf vom Mobiltelefon des jungen Mannes erhalten. Ein Polizist sagte den Verwandten, man habe persönliche Gegenstände des Verwandten im Mahmoudia-Kanal gefunden.

Laut einem anderen Anwalt der Familie habe die Leiche des jungen Mannes zahlreiche Verletzungen aufgewiesen: der Schädel sei eingeschlagen gewesen, der Körper sei voller Brandwunden und andere Verletzungen gewesen.

In der Polizeistation Sidi Gaber war im Juni bereits ein anderer junger Mann ums Leben gekommen, zwei Polizisten wurden der Folter angeklagt.



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