Ägypten: Kairo unter Schock

Ägypten In der ägyptischen Hauptstadt herrscht nach wie vor der Ausnahmezustand. Nachdem es gestern zu heftigen Auseinandersetzung, Plünderungen und Brandstiftungen gekommen war, hatte sich die Polizei vielerorts zurückgezogen, weil sie die Lage nicht im Griff hatte. Das berichtet Al Dschasirah.

Viele wichtige Gebäude der Stadt wurden in Brand gesetzt, Demonstranten übernachteten auf dem zentralen Tahrir Platz und forderten den Rücktritt von Präsident Hosni Mubarak. Die Hauptverkehrsadern der Stadt sind derzeit von Panzerfahrzeugen der Armee blockiert. Heute morgen wurde die Lage in der Stadt als „sehr ruhig“ beschrieben. Keiner sei auf den Straßen unterwegs, auch Taxis seien nicht unterwegs. Auch Polizisten seien nicht präsent, so die Plattform unter Berufung auf eine Korrespondentin. Dadurch komme es immer wieder zu Plünderungen. Indessen ist Präsident Mubarak dabei, seine Regierung umzubilden. Gestern wurde Geheimdienstchef Omar Suleiman zum Vize-Präsidenten ernannt. Ein ehemaliger Luftwaffengeneral Ahmad Shafiq wurde zum Premierminister ernannt. Auf die Proteste hatten diese Schritte keine Auswirkungen, nach wie vor fordern die Demonstanten den Rücktritt Mubaraks. Seit Freitag sollen übe 100 Menschen getötet worden sein.



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