Ägypten: Häftling zu Tode gefoltert

KairoEin 24jähriger Ägypter, der von einem Militärgericht zu zwei Jahren Haft verurteilt worden war, wurde laut Angaben von Menschenrechtsorganisationen in einem Gefängnis zu Tode gefoltert. Das berichtet Al Dschasirah. Die Wärter im Tora-Gefängnis in Kairo sollen dem jungen Mann Wasserschläuche in den Mund gestopft haben, so erzählt die Familie, die von Mithäftlingen per Telefon informiert wurde. Der Häftling wurde Donnerstagnacht im Kairoer Kasr Al Aini Krankenhaus für terklärt. Das ist der zweite Fall dieser Art seit dem Sturz von Hosni Mubarak. Im Mai hatte das Innenministerium eine Untersuchung zum Fall eines jungen Mannes angeordnet, der nach einem Polizeiverhör schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Die Polizeibehörde behauptet der jungen Mann aus dem aktuellen Fall habe unter Drogen gestanden und sei Drogendealer gewesen und sei gestorben, weil er ein Drogenpäckchen geschluckt habe. Der Mann soll laut offiziellen Angaben einen rapiden Abfall des Blutdrucks erlitten haben, der auf Drogenkonsum zurückzuführen ist.



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