Ägypten: Gewalt in Suez

Ägypten Im ägyptischen Suez haben hunderte Menschen versucht, das Hauptquartier der lokalen Sicherheitskräfte zu stürmen. Zuvor hatte ein Gericht sieben Polizisten, die wegen Gewalt gegen Demonstranten während der Massenproteste im Land angeklagt waren, gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Das berichtet Al Dschasirah.

Unter den Demonstranten sollen Angehörige von Opfern von Polizeigewalt gewesen sein, die nach der Entscheidung des Gerichts voller Wut waren. Anschließend hatten sich zahlreiche Menschen auf den Straßen versammelt, Polizeiautos angezündet und Regierungsgebäude mit Steinen beworfen. Angeblich soll  auch aus der Zentrale der Sicherheitskräfte auf die Demonstrierenden geschossen worden sein, um sie daran zu hindern, das Gebäude zu stürmen. Die Lage vor Ort ist angespannt, die Militärpolizei ist vor Ort.

Die Gerichtsverhandlung gegen die Polizisten aus Suez hatte am Montag in Kairo stattgefunden – um eine Eskalation in Suez zu verhindern. Auch in der Hauptstadt war es im Anschluss zu Zusammenstößen gekommen. Insgesamt 14 Polizisten erwarten Prozesse wegen Gewalt gegen Demonstranten in Suez.Dort wurden während der Proteste 17 Menschen getötet und mehr als dreihundert verletzt.

Die ägyptische Militärregierung plant indessen finanzielle Unterstützung für die Familien der Opfer, um die Lage zu entspannen. Am Montag wurde angekündigt, man werde hierfür rund 16 Millionen Dollar bereitstellen.



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