Ägypten: Desinteresse, Proteste und Gewalt am Wahltag

Ägypten Die Parlamentswahlen in Ägypten werden von Meldungen über Gewalt, Wahlbetrug sowie Desinteresse der Wahlberechtigten überschattet. Als potenzieller Wahlsieger gilt die Nationale Demokratische Partei um Präsident Hosni Mubarak. Es wird erwartet, dass Mubaraks Partei weiter an Macht gewinnt. Im Vorfeld hatte es immer wieder Kritik an der Machtposition der Regierung und erwarteter Beeinflussung der Wahlen gegeben. Das berichtet Al Dschasirah.

Die Wahllokale schlossen heute um 19 Uhr. Aus mehreren Distrikten berichteten Blogger über gewalttätige Auseinandersetzungen, Proteste und Polizeieinsätze. Dass die Regierungspartei eine Mehrheit der 508 Sitze erhält, gilt als sicher. Als einzig ernstzunehmende Oppositionsgruppe gelten die Muslimbrüder, deren Kandidaten offiziell als unabhängig antreten. Es wird erwartet, dass diese etwas weniger als ein Fünftel der Parlamentssitze besetzen werden. 5181 Kandidaten bewarben sich auf die 508 Parlamentssitze, 800 Kandidaten treten für die Regierungspartei an. 64 der Sitze sind Frauen vorbehalten, ein entsprechendes Gesetz trat kurz vor den Wahlen in Kraft. 380 Kandidatinnen stellen sich zur Wahl. Wahlberechtigt sind rund 41 Millionen Ägypter in 254 Distrikten.



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