Tunesien: Regierung zeigt Gesprächsbereitschaft nach Gewalt

nahost-header-kleinNach wochenlangen Protesten und Unruhen hat die tunesische Regierung sich bereiterklärt, sich mit den Forderungen der Demonstranten zu befassen. Anlass zum Protest waren die hohe Arbeitslosigkeit im Land sowie gestiegene Lebenshaltungskosten, dabei waren mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Das berichte Al Dschasirah.

Kommunikationsminister Samir Al Obaidy sagte, „die Botschaft ist bei der Regierung angekommen“. 5 Milliarden Dollar sollen für Soforthilfemaßnahmen in unterschiedlichen Bereichen ausgegeben werden, so der Minister.

Wie viele Menschen bei den Protesten ums Leben kamen ist unklar, Menschenrechtsorganisationen sprechen von über 20 Opfern. Gewalttätige Zwischenfälle soll es unter anderem in Tala und Kasserine gegeben haben. In Sousse sollen protestierende Studenten von der Polizei angegriffen worden sein.

Am Sonntag soll der an den Protesten beteiligte Rapper Hamada Ben-Amor, alias „The General“ aus der Haft entlassen worden sein. Er hatte einen Song veröffentlicht, in dem er dem Präsident Ignoranz gegenüber den Problemen seines Volkes vorgeworfen hatte.



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