Syrien: Tag der Gewalt

Die Flagge Syriens

Die Flagge Syriens

In Syrien haben Sicherheitskräfte erneut auf Demonstranten geschossen. Bei der größten Demonstration gegen das Regime von Präsident Baschar Al Assad in Hama wurden mindestens 34 Protestierende von staatlichen Schützen getötet. Das berichtet Al Dschasirah.

50 000 Menschen gingen in Hama nach dem Freitagsgebet gegen den Präsidenten auf die Straße. Auch in einem Dorf in der nordsyrischen Provinz Idlib soll ein Mensch durch Regierungstruppen getötet worden sein. Auch in zahlreichen anderen Städten zog es die Menschen nach dem Freitagsgebet auf die Straße, teilweise wurden sie mit Tränengas und Schlagstöcken auseinandergetrieben.

Unter Berufung auf Menschenrechtsaktivisten berichtet Al Dschasirah, die Krankenhäuser in Hama forderten die Menschen zum Blutspenden auf. Das syrische Staatsfernsehen berichtete indessen von getöteten Saboteuren in Hama.  Zudem hat die Regierung in vielen Teilen des Landes die Internetzugänge gekappt. Auch ausländische Journalisten wurden mittlerweile des Landes verwiesen. Auch aus der Stadt Rastan werden zwei Tote durch Gewalt von Regierungssoldaten gemeldet.

Für den heutigen Freitag wurde landesweit zu Demonstrationen in Gedenken an die fast 30 während der Proteste getöteten Kinder aufgerufen. Zuvor war auf Youtube ein Video aufgetaucht, das die verstümmelte Leiche eines gefolterten Jungen zeigte, die Wochen nachdem der Junge verschwand an dessen Familie zurückgegeben worden war. Seitdem gilt der 13 Jährige als Symbol des Aufstands.



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