Syrien: Stänkern gegen Ägypten

Die Flagge Syriens

Nach Assad-kritischen Äußerungen von Ägyptens Präsident Muhammad Mursi richten sich die offiziellen Stimmen in Syrien gegen Kairo, berichtet Daily Star:

Im Staatsfernsehen bezeichnete Syriens Außenminister Faisal Muqdad  Mursis Aussagen als „Todesurteil“ für eine ägyptische Initiative zur Konfliktlösung in Syrien. Diese sahen die Einrichtung einer regionalen „Kontaktgruppe“ vor. Dort sollten neben Syrien auch dessen Verbündeter Iran sowie Saudi-Arabien und die Türkei vertreten sein. Man stehe aber jeder Initiative zum Beenden der Krise positiv gegenüber, so Muqdad.

Mursi hatte am Mittwoch auf einem Ministertreffen der Arabischen Liga in Kairo gesagt, es sei für das syrische Regime Zeit abzutreten.Die Syrer hätten dies klar zur Sprache gebracht. In Richtung Assads Regierung hatte er gesagt, diese werde sich nicht mehr lange halten.

Zuvor hatte Mursi im Iran, die Regierung in Damaskus als „Unterdrücker“ bezeichnet und Unterstützung für deren Gegner gefordert. Die syrische Zeitung Tischrin warf im Leitartikel Mursi Parteilichkeit bei Terrorismus, Mord und Zerstörung vor, weshalb Initiativen mit ägyptischer Beteiligung unmöglich seien.



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