Syrien: Seit zwei Tagen Kämpfe in Daraa

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In die südsyrische Stadt Daraa sind weitere Regierungstruppen einmarschiert. Die Stadt gilt als Zentrum des Widerstands gegen das Regime um Bashar Al Assad. Seit zwei Tagen kommt es dort zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Regierungskräften. Das berichtet Al Dschasirah.

Laut Augenzeugen seien in Daraa Schüsse mit scharfer Munition zu hören. Auf vielen Dächern der Stadt sollen Scharfschützen stationiert sein. Die Soldaten sollen kurz nach ihrer Ankunft in Daraa begonnen haben, auf Zivilisten zu schießen.

Die Version der Regierung, die auch im staatlichen Fernsehen verbreitet wurde, lautete, die Soldaten wurden von den Bewohnern der Stadt herbeigerufen, um Daraa von bewaffenten Gruppen zu befreien und die Bewohner zu beschützen.


Inzwischen sollen die Straßen in die Stadt mit Panzern blockiert sein. Ziel der Angriffe durch das Militär war unter anderem die Abu Bakr Assidiq Moschee.  Die Einwohner der Stadt berichten, seit dem ersten Einmarsch von Soldaten am Montagabend ohne Wasser und Strom auskommen zu müssen. Auch Telefonnetze in Daraa sollen außer Betrieb sein.

Auch aus der Hafenstadt Baniyas werden heftige Proteste gemeldet. Zehntausend Menschen demonstrierten dort heute gegen Präsident Baschar Al Assad. Auch Baniyas soll von Regierungstruppen umstellt sein, die seit heute in den Hügeln um die Stadt stationiert sind.



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