Syrien: Massenbegräbnis in Hama

Die Flagge Syriens

Die Flagge Syriens

In der syrischen Stadt Hama wurden heute zahlreiche gestern getötete Demonstranten zu Grabe getragen. Laut einer Menschenrechtsgruppe wurden gestern in Hama 48 Menschen getötet, andere Quellen sprechen von 63 Toten. Die Stadt ist derzeit eines der Zentren der Regimegegner in Syrien. Das berichtet Al Dschasirah.

Nach dem Mittagsgebet zogen Tausende Menschen aus den Moscheen zu den beiden Hauptfriedhöfen der Stadt. Die Särge der getöteten wurden von dem Demonstrationszug getragen. Die meisten der Opfer wurden getötet als staatliche Sicherheitskräfte das Feuer auf die Menge eröffneten. In Hama blieben heute die meisten Geschäfte geschlossen. In der Stadt hatte der Vater des heutigen Präsidenten, Hafez Al Assad 1982 ein Massaker anrichten lassen, nachdem sich die Einwohner Hamas gegen sein Regime erhoben hatten. Bei Bombardements kamen damals mehrere Tausend Menschen ums Leben.

Indessen hat die syrische Regierung eine wichtigen Vertreter der Opposition aus der Haft entlassen.  Ali Abdullah, einer der Vertreter der Erklärung von Damaskus saß seit 2007 im Gefängnis. Seit einer Generalamnestie am vergangenen Dienstag wurden zahlreiche politische Gefangene aus Syriens Haftanstalten entlassen. Derzeit arbeitet die Regierung um Präsident Baschar Al Assad auch an einem nationalen Dialog. Dafür wird ein Kommittee gebildet, dass die Gespräche zwischen Regierung und Opposition vorbereiten soll. Zudem hat Assad Vertreter von zwölf verbotenen Kurdischen Parteien zu Gesprächen eingeladen, ein Schritt, der noch vor wenigen Monaten undenkbar gewesen wäre.



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