Syrien: Hilfswerke für Flüchtlinge in Finanznot

Die Flagge Syriens

Die Flagge Syriens

Aufgrund der internationalen Finanzkrise sind die Hilfsprogramme für Flüchtlinge in Syrien in finanzielle Not geraten. Dies berichtet die Zeitschrif „Syria Today“. Am stärksten mache sich die geplanten Budgetkürzungen der US-Außenministeriums um die Hälfte bemerkbar.

Im Jahr 2009 sollen nur noch 151 Millionen US-Dollar an die verschiedenen Hilfswerke fließen, 2008 waren es noch 287 Millionen. Die USA sind Hauptgeldgeber für das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen UNHCR, das sich in Syrien um irakische und palästinensische Flüchtlinge kümmert. Die ausbleibenden Zahlungen sowie die Kürzungen der Unterstützung anderer Staaten – auch Deutschlands – gefährdet die Unterstützung der Flüchtlinge, so „Syria Today“.

Ein Vertreter der UNHCR begründete die Kürzungen mit der Finanzkrise, dem gesunkenen Ölpreis, Spendenmüdigkeit sowie den Meldungen über in den Irak zurückgekehrte Flüchtlinge, er betonte jedoch, dass die Heimkehrer nur ein geringer Teil der Flüchtlinge seien, der sich kaum auf die Kosten für Flüchtlinge in Syrien auswirkten. In Syrien leben nach Schätzungen 1,2 Millionen Iraker, was eine große ökonomische und gesellschaftliche Herausforderung für das Land ist. Laut „Syria Today“ sind rund eine Viertel Million von ihnen vollständig vom UNHCR abhängig.



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