Libanon: Vorsichtige Vorwürfe gegen Syrien

Die libanesische Flagge

Nachdem syrischen Kampfflugzeuge im Tiefflug im Norden des Libanon gesichtet wurden und immer wieder syrische Geschosse in den libanesichen Grenzstädten einschlagen, reagiert der libanesische Premier Mikati – trotz „Wir-halten-uns-da-raus“-Kurs mit Kritik am Nachbarland:

Man halte an der Distanz zur Krise in Syrien fest, könne aber weitere Grenzüberschreitungen nicht tolerieren. Zuvor hatte Mikati den libanesischen Botschafter im Nachbarland beauftragt, den Unmut der Regierung auszudrücken, weil in libanesischen Grenzstädten immer wieder syrische Geschosse einschlagen. Man mische sich in Syrien nicht ein, könne aber Angriffe gegen den Libanon oder den Import der Krise nicht ignorieren, so Mikati in einem Reuters-Interview. Gleichzeitig rief er die Libanesen zur Einheit auf.

Der libanesische Premier Nadschib Mikati Premierminister nannte die syrischen Vorwürfe, man unterstütze syrische Rebellen mit Waffen „unglücklich“. Die Oppositonsbündnis 14 März (anti-syrisch) drängte Präsident Michel Sleiman, schnell gegen die syrischen Versuche den Libanon zu stabilisieren, vorzugehen. Zuvor hatte der syrische Informationsminister Omran Al-Zoabi Saudi-Arabien und Katar vorgeworfen, über den Libanon Rebellen zu bewaffnen. Mikati erklärte, man tue was man könne, um Waffentransporte zu stoppen.

Indessen warnt die Oppositions-Koalition 14 März vor einem wirtschaftlichen, politischen Zusammenbruch des Landes. Man sieht die Stabilität vor allem im Norden des Landes durch das syrische Regime gefährdet.



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