Libanon: Uneinigkeit über Nationalen Dialog

Die libanesische Flagge

Im Libanon sollen Gespräche zwischen allen politischen Parteien stattfinden – ein schnelles Zusammenkommen zum „Nationalen Dialog“ wünscht zumindest Präsident Michel Sleiman, angesichts der Lage im Land nach der Ermordung von Wissam Al Hassan am vergangenen Freitag. Das berichtet Daily Star.

Ex-Premierminister Fuad Siniora, mit dem der Präsident sich heute zu Gesprächen traf, hat mit derartigen Gesprächen keine Eile. Er möchte eine Beratung mit der Koalition 14 März (um Saad Hariris Zukunftsbewegung) abwarten, die mittwoch tagt. Trotzdem sei Sinioras Äußerung bereits ein Schritt auf den Dialog zu, so Daily Star, da dieser zuvor den Gesprächen negativ gegenüberstand. Auf der Trauerfeier am Wochenende hatte er erklärt, man werde nicht an den Dialog-Tisch zurückkehren bevor Premierminister Mikati zurücktritt.

Sleiman wird heute auch mit Vertretern der Zukunftsbewegung zusammensitzen und über einen zeitnahen Nationalen Dialog sprechen. Sleiman hat den 12. November für die Weiterführung des Nationalen Dialogs eingeplant. Offenbar soll dieser Termin auf den 22. November verschoben werden, da Siniora zuvor in die USA reist.



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