Libanon: Stufenplan soll Sidons massives Umweltproblem lösen

Beirut

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Die Parlamentsabgehordneten für Sidon Fouad Siniora und Bahia Hariri haben mit Umweltminister Antoine Karam und Vertretern der Stadt Sidon einen Plan vorgestellt, wie die massiven Umweltprobleme in der Region um die südlibanesische Küstenstadt bekämpft werden sollen. Dies berichtet die libanesische Zeitung Daily Star.

Das ökologische Kernproblem der Stadt ist der benachbarte Sumpf: Dort wurde tonnenweise Krankenhaus- und Haushaltsmüll abgeladen, ohne dass die Behörden etwas dagegen unternahmen. Nach tagelangem stürmischen Wetter wurden nun Müll und verschmutzes Wasser aus dem Sumpf in Richtung der Stadt geschwemmt.

Der vorgestellte Plan, der von Staatsgeldern und Spenden aus Saudi-Arabien finanziert werden und mit der deutschen Entwicklungshilfe umgesetzt werden soll, sieht vier Schritte vor und soll sowohl das Müllproblem der Stadt lösen als auch eine Lösung für den Sumpf finden. Der Plan besteht aus vier Schritten und stützt sich auf eine Untersuchung zur Umweltsituation im Libanon. Demnach soll zunächst ein funktionierendes Abwassersystem mit Kläranlage für die Stadt und den umliegenden Dörfern bereitgestellt werden. Zudem solle ein Mülldeponie errichtet werden, deren Standort allerdings noch unklar ist. Die Studie empfiehlt auch den Bau einer Mauer, welche die Strände vor aus dem Sumpf angeschwemmten Unrat schützen soll.



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