Libanon: Reaktionen auf Anschlag

Beirut

Nach dem tödlichen Autobombenanschlag im Beiruter Stadtteil Achrafiyeh reagieren die politischen Parteien des Landes auf die Ermordung des hohen antisyrischen Sicherheitsbeamten, Brigadegeneral Wissam Al Hassan und sieben weiterer Menschen.

Premierminister Nadschib Mikati hatte zunächst den Rücktritt der Regierung angeboten und Präsident Michel Sleiman Zeit gegeben, sich mit dem Nationalen Dialog darüber zu beraten. Das berichtet der Daily Star.

Der Chef der Lebanese Forces, Samir Geagea forderte den Rücktritt der Regierung, insbesondere der Minister um Drusenführer Walid Dschumblatt (Progessive Sozialistische Partei). Auch sollten die arabischen Staaten aufhören, die Regierung Mikati zu schützen, die keine Berechtigung mehr habe.

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Den Rücktritt der Regierung hatte auch die Koalition 14. März um Saad Hariri gefordert. Das oppositionelle Parteienbündnis kündigtet eine Demonstration auf dem Märtyrerplatz in der Innenstadt an. Zum Wochenende soll in der Beiruter Innenstadt ein „Tag der Wut“ mit Massendemonstrationen stattfinden.

Indessen forderte Frankreich Nadschib Mikati auf, ein Machtvakuum im Libanon auf jeden Fall zu vermeiden.



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