Libanon: Fronten zwischen Hisbollah und 14. März verhärtet

Beirut

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Die Bündnisparteien der Bewegung 14. März machen die politische Stabilität von der Haltung der Hisbollah abhängig. Es komme darauf an, wie sich die schiitische Partei sich zur Frage des UN-Sondertribunals sowie gegenüber Israel positioniere. Dies berichtet der Daily Star. Die Hisbollah proklamiert „das Recht des Widerstandes (der Hisbollah), des Volkes und der libanesischen Armee sich Israel zu widersetzen.

Hisbollah-Vize Scheick Naim Qassem betonte, die Haltung seiner Partei zum Sondertribunal hänge davon ab, ob Saudi-Arabien versuchen werde „dessen Kurs zu korrigieren“ und Israel auf Grundlage von durch Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah vorgelegten Beweisen anzuklagen. Man warte auf die Ergebnisse des Saudisch-Syrisch-Libanesischen Gipfels, wo der falsche Kurs des Tribunals korrigiert werden solle.

Auch bekräftigte er die Position der Hisbollah, das Tribunal nicht durch libanesische Gelder zu finanzieren, da dieses politische Chaos zum Ziel habe. Diese Haltung der schiitischen Partei hatte in der vergangenen Woche heftige politische Auseinandersetzungen zur Folge gehabt.

Hisbollah-Chef Nasrallah hatte das Sondertribunal als „Israelisches Projekt bezeichnet, dessen Ziel es sei Hisbollah-Mitglieder den Mord an Ex-Premier Rafiq Al Hariri in die Schuhe zu schieben, um so die Organisation zu schwächen.

Das Generalsekretariat der Bewegung 14. März um Al Hariris Sohn Saad hingegen rief seine Mitglieder auf, das Tribunal bedingungslos zu unterstützen, um die Zukunft des Landes zu sichern



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