Libanon: Dschumblatt wäre auch bei neuer Regierung dabei

Die libanesische Flagge

Walid Dschumblatt. Chef der Progessiven Sozialistischen Partei, hat erklärt, er sei bereit, sich an einer neuen Regierung zu beteiligen. Dazu müssten allerdings die Bedingungen stimmen, so Dschumblatt in einem Interview. Das berichtet Daily Star.

Dschumblatts Partei ist Teil der aktuellen Regierungskoalition. Nach dem Attentat auf Wissam Al Hassan am vergangenen Freitag wurde allerdings von Seiten der Opposition (14. März) schnell die Forderung laut, die Regierung Mikati solle zurücktreten. Bis dahin wolle man weder an einem Nationalen Dialog noch an der Parlamentsarbeit teilnehmen. Gestern hatte Michel Aoun, dessen Partei ebenfalls in der aktuellen Regierungskoalition sitzt, in einem Interview über Dschumblatts Kooperation mit der Opposition gesprochen.

Er wolle allerdings nicht, dass im Land ein Machtvakuum entstehe, so Dschumblatt. Zuvor hatte es aus dem Regierungsumfeld geheißen, der von der Opposition als zu Assad-nah kritisierte Premier Nadschib Mikati sei erst dann zum Rücktritt bereit, wenn ein neues Kabinett feststehe, dies könne auch ein Übergangskabinett sein. Mikati hatte nach dem Attentat seinen Rücktritt angeboten.

Derzeit führt Präsident Michel Sleiman mit Vertretern der verschiedenen Parteien Gespräche über die Zukunft der Regierung Mikati. Das oppositionelle Bündnis 14.März fordert offiziell eine neutrale „Rettungs“-Regierung, in der keines der verfeindeten Bündnisse (14.März und 8.März) involviert sind.

 

 



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