Libanon: Dschumblatt vs. Hariri

Die libanesische Flagge

Der Chef der Progessiven Sozialisitischen Partei, Walid Dschumblatt, hat erklärt, er habe die Bitte von Saad Hariri abgelehnt, seine Minister aus dem Kabinett zurückzuziehen, um ein Machtvakuum zu verhindern. Hariri, dessen Bündnis 14. März in der Opposition sitzt, wollte so die Regierungszeit des Kabinetts unter Premier Nadschib Mikati beenden. Das berichtet Daily Star.

In einem TV-Interview hatte Dschumblatt zunächst Syriens Präsident Assad für den Mord an Wissam Al Hassan verantwortlich gemacht – den von 14. März beschuldigten Mikati jedoch verteidigt. Daraufhin bezeichnete ihn Saad Hariri auf Twitter als Teil der syrisch-iranischen Allianz und regt sich über weitere Aussagen Dschumblatts auf, den er der Lüge bezichtigt.

Laut Dschumblatt wiederum sei Fouad Siniora (Zukunftsbewegung) auf einen seiner Minister zugegangen, um ihm den Rücktritt mit den Worten schmackhaft zu machen, dass Dschumblatt dann der Weg nach Saudi-Arabiens offen stehe. Sowohl Siniora als auch Hariri weilten in dieser Woche in Saudi-Arabien.

Dschumblatt sagte auch, Hariri und Siniora lähmten das Land durch ihr Beharren auf den Rücktritt der Regierung. Seine Beziehung zu Mikati erklärte er mit: Man habe ein gemeinsames Schicksal. Auch hoffe er nicht, dass Saudi-Arabien in Richtung Sturz der Regierung Mikati agieren würde. Grundsätzlich könne er sich die Bildung einer neutralen Regierung als Lösungsmöglichkeit vorstellen.

 



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