Libanon: Drusenführer will Beziehungen zu Syrien verbessern

Beirut

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Der libanesische Drusenführer Walid Dschumblatt forderte, der Libanon solle auf den neuen Kurs des syrischen Präsidenten Baschar Al Assad reagieren und die Beziehungen zwischen beiden Länder verbessern. Dies berichtet die Internetplattform der antisyrischen „Zukunftsbewegung“ um Saad Hariri.

Dschumblatt sagte, der Libanon könne es sich aus „logischen, historischen und geografischen“ Gesichtspunkten eine Feindschaft mit Syrien nicht leisten, so die Plattform. Dschumblatt galt in den vergangenen Jahren als vehementer Kritiker Syriens, obwohl er während des Bürgerkriegs auf der Seite Damaskus´ stand. Seine Partei der progressiven Sozialisten gehört der antisyrischen Allianz 14.März

Die „neue Beziehung“ zwischen Libanon und seinem großen östlichen Nachbarn solle auf dem Fundament des Abkommens von Taif stehen, das 1989 den libanesischen Bürgerkrieg beendet hatte. Demnach soll das Machtgleichgewicht im Libanon ausgeglichen werden und die Beziehungen zu Syrien formalisiert werden. Zudem sollten syrische Institutionen im Libanon nicht mehr Fuß fassen können.

In der Vergangenheit hat sich Syrien jedoch immer wieder direkt und indirekt in die Belange des Libanons gemischt. Seit dem tödlichen Attentat auf Libanons Premierminister Rafik Hariri, für das Syrien verantwortlich gemacht wird, waren die Beziehungen zwischen den Nachbarstaaten angespannt, die libanesische Politik ist in prosyrische und antisyrische Fraktionen gespalten.



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