Libanon: Delegation soll Einsatz philippinischer Arbeiter vorbereiten

Beirut

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Eine libanesisches Delegation soll einen Vertrag zwischen Libanon und den Philippinen vorbereiten, der die Situation philippinischer Arbeitnehmer in dem Mittelmeerstaat regeln soll. Zudem soll ein seit 2006 gültiges Verbot der philippinischen Regierung beendet werden, dass philippinische Bürgern die Arbeit im Libanon untersagt. Dies berichtet die libanesisch-US-amerikanische Zeitung Daily Star.

Laut dem Blatt wurde der Vertrag von Manila aus initiiert und soll die Situation der im Libanon beschäftigten Philippinos und Philippinas verbessern. Die Regierung des Inselstaats hatte im August 2006 ein Verbot der Arbeit in dem Mittelmeerstaat erlassen. Gründe hierfür waren neben der Sicherheitslage während des Krieges mit Israel auch Menschenrechtsverletzungen an den philippinischen Arbeitsmigranten. Bereits im März trafen sich die Arbeitsminister beider Länder, um die Rechte der im Libanon beschäftigten Philippinos festzuschreiben.

Laut dem Blatt leben derzeit trotz des Verbots etwa 30 000 Philippinos im Libanon, wo sie – wie andere Arbeitsmigranten – nicht durch das Arbeitsgesetz geschützt sind. Immer wieder kommt es zu Menschenrechtsverletzungen gegenüber diesen Arbeitern, von denen viele Frauen als Haushaltshilfen beschäftigt sind.



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