Iran: BBC-Filmemacher verhaftet

Arabische Halbinsel

Im Iran wurden sechs Menschen verhaftet, weil sie in Beiträgen der britischen Rundfunkanstalt BBC ein negatives Bild des Iran gezeichnet haben sollen. Das berichtet die Kuwait Times.

Ausgestrahlt wurden den Aussagen im Farsi-Programm der BBC, dessen Empfang im Iran nur mit illegaler Satellitenschüssel möglich ist – oft wird das Signal gestört. Fünf Männer und eine Frau wurden anhand ihrer Initialen enttarnt und verhaftet. Die iranische Zeitung Resalat bezeichnet sie als „Mitglieder eines Informationsnetzwerkes, die heimliche Berichte für das persische Programm der BBC erstellt haben – mit dem Ziel ein schlechtes Bild des Iran zu zeichnen.
In einer offiziellen Stellungnahme erklärte der britische Sender, die Inhaftierten seine keine BBC-Mitarbeiter sondern unabhänige Dokumentarfilmmacher, deren Filme bereits auf internationalen Filmfesten gezeigt wurden. Man habe ihnen die Möglichkeit gegeben, ihre Filme zu zeigen, jedoch keine Aufträge erteilt, so eine Sprecherin. Man betrachte die Verhaftungen als „Teil der iranischen Versuche, die BBC bezüglich der Berichterstattung über die Region unter Druck zu setzen-“

 



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