Saudi-Arabien: Zeitehen mit Indonesierinnen nehmen zu

Frauen in Saudi-ArabienIn Saudi-Arabien steigt die Zahl der Zeitehen zwischen saudischen Männer und Indonesierinnen. Dies berichtet die saudische Zeitung „Arab News“. Mit diesen Verbindungen versuchten die Väter der Bräute in Indonesien der Armut zu entkommen, die Frauen lebten dann in völliger Abhängigkeit von den saudischen Ehemännern, die sich häufig nach kurzer Zeit scheiden ließen.

Der saudische Botschafter in Jakarta forderte ein klares Verbot solcher Ehen durch islamische Rechtsgelehrte, so das Blatt. Die Eheschließung finde häufig auf Vermittlung spezieller Agenturen statt, die Braut werde dabei von einem Mann vertreten, der als ihr Vater auftritt. Die Bräute wüssten oft bei der Hochzeit nicht, dass es sie eine Zeitehe eingingen und jederzeit verstoßen werden könnten und dann ihre Kinder alleine aufziehen müssten. Die Hochzeit mit einem Mann aus dem reichen Ölstaat sei oft mit großen Hoffnungen der ganzen Familie verbunden.

Laut dem Blatt hätten sich im Vergangenen Jahr 82 Frauen mit Kindern saudischer Staatsbürger gemeldet, von denen sie verstoßen wurden. Jedoch werde nur ein Fünftel derartiger Hochzeiten bei der Botschaft gemeldet. Laut „Arab News“ unterstütze die Botschaft die Kinder saudischer Männer, nach Saudi-Arabien zu reisen, dort würden diese von ihren Vätern jedoch nicht anerkannt.
Selbst wenn die Frauen mit den Ehemännern in Saudi-Arabien lebten, seien sie benachteiligt. Häufig würden sie vom sozialen Umfeld nicht akzeptiert oder als Dienstboten wahrgenommen und behandelt. Hinzu käme die Sprachbarriere. Vor allem ältere oder kranke Saudis heirateten Indonesierinnen, um mit ihnen in Saudi-Arabien zu leben, so das Blatt.

Um eine saudische Frau zu heiraten, muss in der Regel ein hoher Brautpreis bezahlt und eine aufwändige und teure Hochzeitsfeier finanziert werden, weshalb junge Männer häufig jahrelang auf die Ehe warten müssen.



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