Saudi-Arabien: Regierung dementiert Abschiebungen

die Flagge Saudi-Arabiens

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Die saudische Regierung hat Konsequenzen für Privatunternehmen angekündigt, die keine saudischen Staatsbürger einstellen. Die Arbeitsgenehmigungen für deren ausländischen Mitarbeiter würden eingeschränkt, so Arbeitsminister . Adel Fekyeh. Nach sechs Jahren Dienst im Königreich würde eine Arbeitsgenehmigung für Ausländer künftig nicht mehr verlängert. Das berichtet die Kuwait Times.

Man wolle jedoch nicht großflächig gegen langjährig im Königreich beschäftigte Ausländer vorgehen, so der Minister. Es gehe stattdessen darum, Firmen abzustrafen, die sich nicht an die Richtlinien hielten und mindestens fünf bis zehn Prozent Saudis einstellten. Firmen, die seit Jahren von der Regierung dazu aufgefordert würden und ihren Pflichten nicht nachkämen, würden keine Verlängerungen der Arbeitsgenehmigungen mehr erhalten, so Fekyeh.

Derweil arbeitet das Königreich an einem Programm, um den Anteil saudischer Arbeitnehmer im Privatsektor zu erhöhen. Die Unternehmen sollen in vier Kategorien eingeteilt – je nachdem in welchem Maß sie die Saudiquote erfüllten.
In der Privatwirtschaft hält sich die Begeisterung für die Quoten in Grenzen. „Selbst wenn Ausländer künftig nur noch sechs Jahre in saudi-arabischen Privatunternehmen arbeiten dürften, würde dies nichts daran ändern, dass man auf Ausländer angewiesen sei, so ein Vertreter aus der Wirtschaft.

In Saudi-Arabien sind derzeit 10,5 % der Einheimischen arbeitslos. Die Regierung fürchtet Proteste ähnlich wie in den anderen arabischen Staaten und ist sehr bemüht, Jobprogramme zu schaffen. Dazu gehören verschiedene Programme zur „Saudisierung“ des Arbeitsmarktes.



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