Saudi-Arabien: Getötetes Hausmädchen – weitere Untersuchungen

Saudi-Arabien

Im Falle einer im vergangenen Herbst getöteten Hausangestellten von den Philippinen fordert die Botschaft eine Untersuchung, nachdem die Leiche der Frau stark verstümmelt bei ihrer Familie eintraf. Erst in der vergangenen Woche war die Leiche auf den Philippinen angekommen. Das berichtet Arab News.Demnach hat die Botschaft Kontakt zu dem Leichenhaus aufgenommen, wo der Körper der toten Marilyn  I. aufbewahrt worden war, nachdem sie schwer verletzt im Haus ihres saudischen Arbeitgebers aufgefunden worden und später im Krankenhaus verstorben war. Zudem hat die Botschaft nach eigenen Angaben eine saudische Kanzlei mit dem Fall beauftragt. Die Angehörigen hatten festgestellt, dass an der Leiche der Frau die Zunge und ein Auge fehlten. Es hatte fast ein Jahr gedauert bis die Leiche auf die Philippinen gebracht wurde, weil die philippinische Botschaft nach dem Tod der Frau eine Untersuchung angestrengt hatte, um zu untersuchen, ob Marilyn I. getötet wurde.

Laut Informationen von Arab News soll der zuständige Rechtsmediziner gegenüber der Botschaft erklärt haben, die Leiche sei bei der ersten Untersuchung intakt gewesen – er bestätigte nicht, dass die Leiche zum Zeitpunkt der Rückführung noch intakt war und berief sich auf den Verwesungszustand der Leiche.

Die Philippinin war im September 2010 bewusstlos und verletzt in der Küche ihres Arbeitgebers in Al Khobar gefunden worden und anschließend im Krankenhaus verstorben. Eine erste Untersuchung soll nach Angaben der Botschaft ergeben haben, dass die Frau Stichwunden von einem Messer am Hals, dem Unterbauch und den Handgelenken hatte. Um ihren Mund herum hatte sie Verätzungen durch Säure – ebenso wie an Armen und Beinen. Die saudische Behörde für auswärtige Angelegenheiten hatte daraufhin die Philippinen aufgefordert, der Agentur, über die Marilyn I. ins Land gekommen war, die Lizenz zu entziehen.

I. war zum Zeitpunkt ihres Todes erst vier Monate im Land und sollte ursprünglich als Schwesternhelferin in einer Polyklinik arbeiten. Stattdessen wurde sie Hausangestellte. Laut Arab News muss die zuständige Agentur dafür das gültige Gesetz umgangen haben, weil die Frau erst 22 Jahre alt war, eine entsprechende Beschäftigung aber erst ab 23 Jahren legal ist.



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