Saudi-Arabien: Debatte um zum Tode verurteilte Hausangestellte

Das Außenministerium Sri Lankas dementiert Medienberichte über ein Treffen zwischen dem Präsidenten Mahinda Rajapaksa und dem saudischen Kronprinz Salman zur Entlassung der derzeit in der Todeszelle sitzenden Hausangestellten Rizana Nafeek. Medien hatten berichtet, die beiden hätten am Rande des  Asia Corporate Dialogue Gipfels in Kuweit zu dem Fall gesprochen. Das berichtet Arab News.
Der Außenminister Sri Lankas G. Lakshman Peiris habe vor Ort zwar den Vize-Außenminister des Königreichs Prinz Abdul Aziz bin Abdullah getroffen, jedoch nur über die bilateralen Beziehungen gesprochen. Die Hausangestellte Nafeek wurde im Juni 2007 zum Tode verurteilt worden, weil das Baby auf das sie aufpassen sollte zu Tode kam. Nach Aussagen Nafeeks habe sich das Kind beim Füttern mit der Flasche verschluckt. Im August letzten Jahres hatte das königliche Gericht den Fall zur gütlichen Einigung mit den Eltern weitergegeben – nur die Angehörigen des Opfers können über eine Begnadigung entscheiden – mit oder ohne Zahlung von Blutgeld.
Im September 2010 hatte Sri Lankas Präsident Rajapaksa den saudischen König Abdullah gebeten, Nafeek zu begnadigen. Nach einem Treffen zwischen Sri Lankas Botschafter und dem Stellvertretenden Gouverneur Prinz Sattam, hatte Letzterer erklärt, dass das Wiederaufnahmekonzil sich mit dem Fall beschäftige. Derzeit verhandle man mit den Eltern des verstorbenen Kindes. In der Regel laufen solche Gespräche auf das Aushandeln eines Blutgeldes oder eine Begnadigung hinaus. Es ist nicht absehbar, wie lange die Verhandlungen dauern werden.



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