Kuweit: Roadmap für Einbürgerung Staatenloser (Bidun)

Arabische Halbinsel

Der Chef der zuständigen Regierungsagentur staatsbürgerschaftslose Kuweiter (Biduns), Saleh Al-Fadhalah hat gestern seine Roadmap im Parlament vorgestellt, das Problem der Staatenlosigkeit in Kuweit zu lösen. Der Plan sieht vor, rund 30 000 Staatenlose einzubürgern, die – oder deren Vorfahren – bereits bei der Volkszählung 1965 in Kuweit lebten. Laut Fadhalah fanden seine Plänen vor den Mitgliedern des Ausschusses für Innere Angelegenheiten und Verteidigung Zustimmung.  Das berichtet die Kuwait Times.Fadhalah sagte, er wolle eine möglichst schnelle Lösung, aufgrund von Bürokratie werde es aber einige Zeit dauern. Eingebürgert werden sollen alle Biduns, die im Zensus von 1956 erfasst wurden – außer wenn Sicherheitsbedenken gegen sie vorliegen. Bereits in den vergangenen Wochen haben laut Fadhalah zahlreiche Biduns die kuweitische Staatsbürgerschaft erhalten –  vor allem Kinder geschiedener oder verwittweter Kuweiterinnen.  Ihnen werden weitere ähnliche Fälle folgen.

Der Vorsitzende des Ausschusses Najef Al Merdas, gab sich zuversichtlich, das Problem bald zu lösen. Zudem gebe es inzwischen  zahlreiche Biduns mit anderen Nationalitäten. Diese wolle man nicht einbürgern, sondern sie einige Jahre mit Aufenthaltsgenehmigungen und öffentlichen Dienstleistungen unterstützen. Seit Februar vergangenen Jahres protestieren in Kuweit die Biduns immer wieder gegen ihre Benachteiligte Stellung in dem Emirat und fordern ihre Einbürgerung.



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