Kuweit: Debatte um Verbot für philippinische Arbeitsmigranten

Während die Entscheidung über ein Gesetz zum Schutz von Hausangestellten in der kuweitischen Nationalversammlung aussteht, steigen die Philippinen mit einem möglichen Verbot der Entsendung von Hausangestellten nach Kuweit in die Debatte ein:

Der philippinischen Regierung liegt demnach die Empfehlung vor , die Entsendung von philippinischen Haushaltshilfen nach Kuweit, Katar und die Emirate zu verbieten, wird die philippinische Arbeitsministerin  Rosalinda Baldoz zitiert. Grund sei, dass man dort nicht für den Schutz der Arbeitskräfte garantieren könne.  Eine politische Entscheidung dazu stehe noch aus.

Laut Kuweit Times wollte der philippinische Arbeitsattaché in Kuweit das Thema nicht kommentieren. Kuweit hat indessen erklärt, man werde ein Gesetz zum Schutz von Hausangestellten in Kraft nehmen. Der entsprechende Gesetzesentwurf liegt derzeit noch in der Nationalversammlung – die Verabschiedung steht noch aus.

Die aktuelle kuweitischen Gesetzgebung wird von philippinischer Seite als nicht ausreichend kritisiert. Die Situation vieler ausländischer Hausangestellter in den Golfstaaten ist schlecht. Immer wieder gab es Medienberichte über teilweise sehr brutale gewaltätige und sexuelle Übergriffe gegen Hausangestellte, die ihren Peinigern relativ rechtlos gegenüberstehen. Rund ein Zehntel der philippinischen Staatsbürger arbeiten im Ausland. Entsendet werden philippinische Hausangestellte über Agenturen in die Golfstaaten.

Im März hatte es ein gemeinsames „Memorandum des Verständnisses“ zwischen den Philippinen und Kuweit gegeben, das die bilaterale Zusammenarbeit im Bereich Arbeit erweitern und die Situation der Arbeiter verbessern soll.



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