Jemen: Zuspitzung zwischen Houthis und Regierung

Die Arabische HalbinselIn der nordjemenitischen Provinz ist es zu erneuten Spannungen zwischen Anhängern der schiitschen Houthi-Bewegung und der Regierung gekommen. Dies berichtet die jemenitische Tageszeitung „Yemen Observer“. Die Regierung wirf den Houthis, gegen die immer wieder die Armee eingesetzt wurde, vor, sie rührten bereits die Kriegstrommeln für die nächste bewaffnete Auseinandersetzung.

Das Ende der blutigen Auseinandersetzungen zwischen Houthi-Anhängern und Regierungssoldaten ist in einem von Katar vermittelten Vertrag ausgehandelt, den beide Seiten 2007 unterschrieben.Zudem gilt seit Juli 2008 eine von Präsident Ali Abdullah Saleh verkündete Waffenruhe, welche die über vier Jahre dauernde bewaffnete Auseinandersetzung beendete. Jetzt werfen diese sich gegenseitig Vertragsbruch vor, zudem wirft die Regierung den Houthis vor, durch Sabotage und Banditentum die Waffenruhe zu verletzen. Zudem erklärte die Regierung, die Houthis seien dabei Gräben und Absperrungen zu errichten. Der Vertreter der Houthis Saleh Al Habra kündigte an, sich im Falle eines Angriffs zu verteidigen, so das Blatt.

Anlass für die erneuten Auseinandersetzungen sind zwei gewalttätige Vorfälle im Houthi-Gebiet. In der vergangenen Woche war dort ein regierungsloyaler Clanchef und dessen Sohn getötet worden, zudem seien Staßenarbeiter angegriffen worden. Die Regierung macht Anhänger der Houthi-Bewegung dafür verantwortlich.



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