Jemen: Todesstrafe statt Blutgeld für Mord an Juden

Sanaa

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Ein jemenitisches Berufungsgericht hat einen Mann, der einen jemenitischen Juden getötet hatte zum Tode verurteilt. Dies berichtet die kuweitische Zeitung Kuwait Times. Damit wird ein anderes Urteil  hinfällig, dass den Mann zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt hatte. Das Urteil kann noch an das oberste Gericht geändert werden.

Die Familie des Opfers hatte das im März gefällte Urteil kritisiert. Das Gericht hatte dem Täter, einen ehemaligen Luftwaffenpiloten eine „instabile Psyche“ attestiert. Der Ex-Militär hatte einen jüdischen Lehrer im Dezember vergangenen Jahres erschossen und anderen Juden mit dem Tod gedroht, sollten sie nicht zum Islam konvertieren. Das Blatt zitiert den Verurteilten mit den Worten „das Urteil ist eine Ehre für mich“. Täter und Opfer lebten in der nordjemenitischen Provinz Saada wo eine kleine jüdische Minderheit lebt.

Das erste Urteil hatte zu heftigen Diskussionen geführt, weil der Mord zunächst nicht mit der Todesstrafe geahndet worden war, obwohl sich die Familie des Opfers mit einer Zahlung von 5,5 Millionen jemenitischer Rial (ca 19 800 Euro) nicht einverstanden erklärt hatte.



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