Jemen: Terrorismus und Konflikte Grund für schwaches Wachstum

Jemens Haupstadt SanaaJemens Haupstadt SanaaDer jemenitische Vize Premierminister Abdul Karim Al Arhabi nannte Terrorismus und Aufstände als ausschlaggebende Faktoren für das mangelnde Wirtschaftswachstums des Staates zwischen 2006 und 2008. Dies berichtet die jemenitische Zeitung „Yemen Observer“. Die Ölförderung sei zurückgegangen, Terrorismus und der Houthi-Aufstand im Norden haben dazu geführt, dass sich die jemenitische Wirtschaft nur langsam entwickelt, sagte Arhabi auf einer Fachkonferrenz zur Armutsbekämpfung.
Im Land gibt es eine sozialwirtschaftlichen Plan, der von den Gemeinschaft der Golfstaaten (GCC) mit 3,7 Milliarden US-Dollar unterstützt wird, so das Blatt. Bis 2015 soll der Jemen, das mit Abstand ärmste Land der Halbinsel, dieser Gemeinschaft beitreten. Ziel ist ein Wirtschaftswachstum von 7,1 %, bisher habe man lediglich 4,3 % erreicht. Dieser Wert solle in den kommenden Jahren durch Erdgasexport auf 5,7 % gesteigert werden.

Durch die internationale Finanzkrise sei auch die Armutsbekämpfung in Gefahr, so Al Arhabi, der Jemen erhalte verglichen mit anderen Entwicklungsländern wenig Unterstützung. So erhalte jeder Jemenit 13 Dollar über Entwicklungshilfe und Darlehen, in anderen Staaten liege dieser Satz höher.
Die EU, die einen Teil der Entwicklungshilfe für den Jemen bezahlt, zeigte sich besorgt darüber, dass die Regierung aufgrund des gesunkenen Ölpreises den Staatshaushalt um die Hälfte gekürzt habe. Dies könne negative Auswirkungen auf die Armutsbekämpfung und soziale Einrichtungen haben.



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