Jemen: Somalische Flüchtlinge ertrunken

Sanaa

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Im Golf von Aden sind acht Somalier ertrunken, weitere 22 werden noch vermisst. Dies berichtet die jemenitische Zeitung „Yemen Observer“ unter Berufung auf einen Bericht des UNHCR. Sie sollen am Wochenende mit Booten versucht haben, von Somalia in den Jemen zu fliehen.

Ein Unglück geschah im Hadhramaut etwa 600 Kilometer östlich von Aden, beim Aussteigen von 40 Passagieren aus einem Boot, wobei die Boote auf dem Meer blieb, um nicht durch jemenitische Sicherheitskräfte entdeckt zu werden. Ihr Ziel war das UN-Aufnahmelager in Mayfa´a. Nur 20 der Bootsinsassen schafften es an den Strand, von den Vermissten gibt es bislang keine Spur.

Am Sonntagnachmittag ereignete sich, ebenfalls in der Nähe von Mayfa´a ein zweites Unglück. Laut Augenzeugenberichten sollen dabei acht Personen ums Leben gekommen und zwei weitere vermisst sein, so das Blatt. Ihr Boot war in schwere See gekommen und voll Wasser gelaufen. Die 8 Opfer sollen erstickt sein, weil die somalischen Schleuser das Boot zum Schutz vor eindringendem Wasser mit einer Plane bedeckt hätten.13 der Insassen dieses Bootes erreichten den Strand, wo sie von Hilfsorganisationen versorgt wurden.
Laut UNHCR seien allein in diesem Jahr 339 Boote mit 17 035 Personen aus Somalia im Jemen angekommen, 74 seien gestorben und 51 auf See vermisst. Im Jahr 2008 seien über 50 000 Flüchtlinge mit dme Boot im Jemen angekommen, mindestens 590 seien auf der Reise ertrunken und 359 wurden als vermisst gemeldet. Die meisten starben, weil sie von den Schmugglern bei schlechtem Wetter gezwungen wurden, weit vor der Küste aus dem Boot zu steigen, um den Booten der jemenitischen Küstenwache zu entgehen. Im Yemen befinden sich laut „Yemen Observer“ derzeit etwa 825 000 somalische Flüchlinge.



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