Jemen: Saleh verletzt

Sanaa

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Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh wurde heute bei einem Attentat auf den Präsidentenpalast verletzt. Stammeskämpfer, die zur Opposition gehören hatten eine Granate in eine Moschee auf dem Gelände des Präsidentenpalasts geworfen, wo Saleh mit Begleitern beim Freitagsgebet war. Das berichtet Al Dschasirah.

Laut einem anonymen Vertreter aus dem Präsidentenlager sei Saleh nur leicht verletzt und in das Krankenhaus des Verteidigungsministeriums gebracht worden.  Zunächst hatte es geheißen, der Präsident sei bei dem Anschlag ums Leben gekommen, inzwischen versichert jedoch das staatliche Fernsehen, der Präsident sei wohlauf. Informationsminister Abdul Mohd Aldschindi erklärte, der Präsident habe „bis auf ein paar Kratzer“ nichts abbekommen und werde bald wieder völlig gesund sein.

Bei dem Anschlag sollen drei Wachen und der Imam der Moschee getötet worden sein. Die Regierung beschuldigte Truppen von Scheich Sadiq al-Ahmar, den Anschlag verübt zu haben. Dessen Stammeskämpfer liefern sich in der Hauptstadt immer wieder Kämpfe mit den Saleh loyalen Truppen.

Kurz vor dem Anschlag hatten Regierungstruppen das Haus von Sadiq Al Ahmars Bruder Hamid beschossen. Auch nahe des Campus, dem Lager der Regimegegner, schlugen Granaten der Regierung ein.

Inzwischen wurde auch das Hauptquartier der staatlichen Fluglinie Yemenia zerstört – ebenso wie die Zentrale von Suhail-TV, des Fernsehsenders von Scheich Sadiq Al Ahmar.

Heavy fighting also spread for the first time to the southern part of Sanaa, an area held by forces loyal to Saleh and possibly marking a turning point in the conflict.



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