Jemen: Proteste im Süden dauern an

Die Flagge des Jemen

Die Flagge des Jemen

In der südjemenitischen Provinz Lahj dauern die Proteste der Einwohner weiter an. Dies berichtet die jemenitische Zeitung „Yemen Times“. Eine Großdemo, die gestern stattfinden sollte, forderte die Freilassung von bei bisherigen Aufmärschen Verhafteten.Zu der Demonstration riefen die „Angehörigen des friedlichen Kampfes“ die Bewohner der Distrikte Hawta und Tuban auf.

Unterstützung erhalten die Demonstranten von der Opposition. Hassan Zaid, der Sprecher der Joint Meeting Parties, zu dem sich die Oppositionsparteien zusammengeschlossen haben, forderte ein Ende der staatlichen Gewalt gegen friedliche Demonstranten. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Regierung laut dem Blatt der Opposition vorgeworfen, politische Proteste zu fördern.

Derweil stehen in der Hauptstadt Sanaa diejenigen vor Gericht, denen die Regierung vorwirft, die „Separatisten“ im Süden anzustacheln. Unter ihnen ist der ehemalige Botschafter des Jemens in Mauretanien, Qasim Askar Jubran. Dem 55Jährigen, der seit Mai vergangenen Jahres in Haft sitzt, werden auch bewaffneter Widerstand gegen die Staatsgewalt und Verletzung der Einheit des Jemen vorgeworfen. Der ehemalige Diplomat lehnte das Sondergericht für Sicherheit und Terrorismus als nicht verfassungsgemäß ab.

Seit 2006 kommt es in der Provinz im Süden des Landes zu Demonstrationen gegen die Situation im Süden des Landes und die Benachteiligung gegenüber dem Norden. Seit Anfang Mai hatten sich diese immer wieder gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und staatlichen Sicherheitsorganen entwickelt. Am vergangenen Wochenende wurden dabei laut „Yemen Times“ mindestens vier Demonstranten und ein Polizist getötet und 13 Personen verletzt.



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