Jemen: Präsident kündigt Ende des Kampfes gegen Houthis an

Die Flagge des Jemen

Die Flagge des Jemen

Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh hat bekannt gegeben, die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Regierungssoldaten und Angehörigen der schiitischen Houthi-Bewegung bald zu beenden. Dies berichtet die jemenitische Zeitung Yemen Observer. Saleh lobte die Erfolge der Armee, die einen baldigen Sieg ermöglichten. In der Bergprovinz Saada nördlich der Hauptstadt Sanaa liefern sich bewaffnete Houthi-Kämpfer seit mehreren Jahren Kämpfe mit Regierungssoldaten, die immer wieder durch Verhandlungen und Waffenstillstände unterbrochen wurden.

Die jemenitische Armee war zuletzt massiv gegen die Houthi-Anhänger vorgegangen. Am vergangenen Wochenende waren innerhalb von 24 Studen 59 von ihnen getötet worden.

Zudem wurde eine Liste mit 55 gesuchten „Rebellenführern“ veröffentlicht, die in der Provinz Saada ausgehängt werden sollen. Dort sind auch Badr ad Din Al Houthi und dessen Sohn Abdul Malik erfasst.

Saleh kritisierte das Vorgehen der bewaffneten Anhänger der Bewegung. Diese töteten Zivilisten und griffen den Staat an. Das Blatt zitiert Beobachter, die ein Ende des Krieges für möglich halten, dies jedoch nicht heißen müsse, das damit das Problem in der Provinz gelöst sei. So zitiert der Yemen Observer den Politikwissenschaftler Nadschib Ghalab von der Universität Sanaa, der „sporadische Zusammenstöße“ auch in der Zukunft nicht ausschließt.

Seit Anfang des Jahres kommt es zudem im Süden des Landes immer wieder zu Demonstrationen gegen die Regierung in Sanaa, die immer wieder in Gewalt enden. So demonstrierten am Mittwoch mehrere Tausend Jemeniten, die eine Abspaltung des Südens vom Nordjemen forderten.

Der politische Sprecher der Bewegung Yahya Al Houthi lebt seit 2005 in Deutschland, wo er politisches Asyl erhalten hat. Der Yemen Observer berichtet, die deutsche Regierung würde ihn streng kontrollieren und hätten mit seiner Ausweisung gedroht, falls er gegen die jemenitische Regierung aktiv würde. Laut einer „anonymen arabischen Quelle“ soll die deutsche Regierung auch gegenüber Journalisten und Menschenrechtsaktivisten mit einer Ausweisung gedroht haben, falls diese gegen den Jemen aktiv würden, so der Yemen Observer.



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