Jemen: Lehrerinnen fehlen, Mädchen brechen Schule ab

Frau am GolfEin aktuelle Studie hat gezeigt, dass im Jemen im Grundschulalter deutlich mehr Mädchen als Jungen die Schule abrechen. Dies berichtet die jemenitische Zeitung Yemen Times.

Die Studie wurde vom nationalen Frauenausschuss, welcher der Regierung unterstellt ist, in Auftrag gegeben: Ein Grund dafür, dass Schülerinnen häufiger zuhause bleiben ist laut dem Blatt, die geringe Anzahl von Lehrerinnen, was vor allem in ländlichen Gebieten ein Problem sei. Insgesamt sei nur knapp ein Viertel der Grundschullehrpersonals weiblich. Für die meisten Jemeniten sei es unvorstellbar, ihre Töchter zu einem Lehrer in den Unterricht zu schicken, vor allem ab der vierten Klasse.

Weiterhin ergab die Untersuchung, dass sich die Bildungsbedingungen für Mädchen im Jemen nicht verbesserten und auch keine positiven Auswirkungen auf die Lebensbedingungen der jungen Frauen hätten. Stattdessen wachse die Analphabetenrate unter Frauen.Laut der Studie müssten über 17 000 weiterer Lehrerinnen eingestellt werden, um den Bedarf zu decken. Ursachen für das Mißverhältnis lägen vor allem in der finanziellen Planung des Schulwesens.



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