Jemen: Katastrophale Lage im Süden

Die Flagge des Jemen

Die Flagge des Jemen

Die Situation in der südjemenitischen Provinz Abyan wird für die Menschen dort immer schwieriger. Die Wirtschaft ist durch kontinuierliche Proteste und Kämpfe zwischen Armee und bewaffneten Kämpfern nahezu zum erliegen gekommen, Tausende Menschen sind aus ihren Häusern geflohen. Viele von ihnen werden vom internationalen Roten Kreuz und dem jemenitischen Roten Halbmond versorgt. Das berichtet die Yemen Post.Nach Gewaltausbrüchen hätten Tausende Hals über Kopf ihre Häuser verlassen, viele seien zu Fuß bis zu 80 Kilometer gelaufen, um nach Aden oder in die Nachbarprovinz Lahj zu gelangen, wo sie in Schulen, Moscheen oder Behelfsunterkünften Zuflucht finden. In Abyan kommt es immer wieder zu Kämpfen zwischen der jemenitischen Armee und Kämpfern der „Al Qaeda auf der Arabischen Halbinsel“. Viele Menschen seien auch in die Provinzhauptstadt Zinjibar geflohen – Ziegenhirten und Bauern hätten teilweise ihre Herden mit in die Stadt gebracht.

Seit Mitte Juni wurden 17.500 Flüchtlinge aus Abyan in Lahj versorgt und die Flüchtlingswelle hält an. Die Hilfsorganisationen erwarten, dass viele von ihnen weiterhin humanitäre Hilfe benötigen werden, vor allem in Form von sauberem Wasser und Nahrung, da viele durch die Kämpfe ihrer Existenzgrundlage beraubt sind. Auch die Menschen im Süden, die nicht geflohen sind, leiden an den Folgen der Kämpfe. Die Preise für Gas, Treibstoff und Strom sind massiv gestiegen. Auch viele Grundnahrungsmittel sind viel teurer geworden.



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