Jemen: Foltervorwürfe durch US-Anwältin

Jemens Haupstadt Sanaa

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Die Frau eines im Jemen inhaftierten Mannes erhebt schwere Vorwürfe gegen jemenitische Sicherheitskräfte und die US-Botschaft. Das berichtet die Yemen Post.

Scharif Mobey, ein US-Amerikaner mit jemenitisichen Wurzeln, war 2008 mit seiner Frau in den Jemen gekommen, um Arabisch zu lernen. Am 24. Januar 2009 wurde er von maskierten Polizisten verhaftet. Zunächst warf man ihm Terrorismus vor, nun soll er für den Mord an einem Soldaten vor Gericht gestellt werden.

Mobley droht die Todesstrafe, seine Frau wirft der US-Botschaft vor, den Fall ihres Mannes ignoriert zu haben, man habe ihr zudem einen Dolmetscher verweigert. Die US-amerikanische Anwältin des Mannes behauptet, US-Geheimagenten hätten Scharif Mobley bedroht, er und seine Familie würden in jemenitischen Gefängnissen vergewaltigt, wenn er nicht kooperiere. Mobley habe aufgrund der schlechten Haftbedingungen in ein Krankenhaus gebracht werden müssen. Anwältin Cori Crider sagt, ihr Mandant wurde in jemenitischen Gefängnissen gefoltert und US-Ermittler hätten dies als Drohung genutzt. Zudem soll das Haus der Familie von bei der Botschaft beschäftigten Jemeniten durchsucht worden sein, als die Frau sich in der US-Botschaft aufhielt



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