Irak: Kuweit soll Hafenausbau stoppen

Flag Of KuwaitDer irakische Transportminister Minister Hadi Al-Amari forderte gestern, dass Nachbarland Kuweit müsse den Ausbau des Hafens stoppen, weil dies den irakischen Zugang zu den Schifffahrtslinien blockiere. Das berichtet die Kuwait Times. Der Ausbau des Hafens im Rahmen des Mubarak-Projekts zeige „die klare Absicht Kuweits, die Schifffahrtsrouten von den irakischen Häfen abzuschneiden und widerspricht UN-Resolutionen“, so der Minister. Man werde nicht akzeptieren, dass der Irak und Bagdad stranguliert würden.
Kuweit startete das 1,1 Milliarde teure Hafenbauprojekt im Mai, fertig werden soll der Ausbau auf der Insel Bubyan 2016. Bislang sollen laut Amari erst 14 Prozent der Arbeiten abgeschlossen sein. Irak exportiert den Großteil seines Öls über den Golf und hat ebenfalls begonnen, seine Exporthäfen zu modernisieren.

Weiterhin haben der Iran und der Irak gestern angekündigt, künftig ihre Beziehungen zu intensivieren. Man habe den Schmerz der Vergangenheit vergessen, erklärte Irans Vizepräsident Mohammad Reza Rahimi gegeüber dem irakischen Premier Nuri Al-Maliki bei der Unterzeichnung von Kooperationsabkommen in verschiedenen Bereichen.

Maliki regiert derzeit mit einer Einheitsregierung, die von einer starken schiitischen Allianz gestützt wird. Maliki sagte, die Beziehungen zwischen den beiden Muslimischen Nachbarn sollten Verbessert werden. Alle iranischen Unternehmen würden im Irak mit offenen Armen empfangen. In der vergangenen Woche hatte der Irak einen 365-Millionen-Dollar-Vertrag unterzeichnet, der den Iran beauftragt eine Pipeline für ein Gaskraftwerk zu bauen.



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