Bahrain: Frage nach Gesundheit von Hungerstreikendem

Arabische Halbinsel

Die bahrainische Nachrichtenagentur hat vermeldet, dass der in den Hungerstreik getretene inhaftierte bahrainische Schiit Abdulhadi al-Khawaja bei guter Gesundheit sei – sein Anwalt und seine Familie hegen Zweifel daran, dass es dem Aktivisten gut geht.  Das berichtet der Daily Star.Demnach hat ein Vertreter der bahrainischen Staatsanwaltschaft Al Khawaja heute im Krankenhaus besucht. Die dortigen Ärzte hätten versichert, der Häftling sei bei guter, stabiler Gesundheit und erhalte die notwendige medizinische Versorgung. Auch der dänische Botschafter soll das Krankenhaus besucht haben – Al Khawaja ist auch dänischer Staatsbürger.

Die Ehefrau des Inhaftierten hatte gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP gesagt, ihr Mann trinke seit Freitagnacht kein Wasser mehr und seine Stimme habe sich bei einem Telefonat am Samstag schwach angehört. Auch sein Anwalt zweifelt an der offziellen Darstellung der Gesundheit seines Mandanten, weil er seinen Mandanten nicht besuchen durfte.

Al Khawaja wurde im Rahmen der Proteste in Bahrain mit 21 weiteren Oppositonellen wegen Verschwörung zum Umsturz der Regierung verurteilt. Die entgültige Strafe soll am Montag bekanntgegeben werden.

 



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1 Kommentar

  1. Die gesundheitliche Versorgung der Inhaftierten sollte in jedem Land gewährleistet sein, allerdings sehen das nicht alle Länder so….(klar kostet auch was)

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